Bewerbungsschreiben

Die erfolgreiche Bewerbung

Bewerbungen sind mittlerweile fester Bestandteil des Berufslebens. Man muss sich um fast alles bewerben: Um ein Praktikum, eine berufliche Ausbildung, einen Studienplatz, ein Stipendium, auf die erste feste Stelle...

Sogar wenn man sich innerhalb derselben Firma verändern will, muss man sich oft auf den neuen Platz bewerben. Das Thema Bewerbung sollte man also von Anfang an ernst nehmen.

Wie soll ich mich bewerben?

Bei einer Bewerbung geht es darum, den Arbeitgeber (beziehungsweise Anbieter von Praktikum, Studienplatz, Stipendium…) davon zu überzeugen, dass man der/die Richtige dafür ist. Dazu muss man wissen, was der Arbeitgeber/Anbieter bei einer Bewerbung erwartet. Oft steht das auf der Homepage des Unternehmens. Manche wünschen sich, dass man ein Online-Bewerbungsformular ausfüllt. Daran sollte man sich halten. Mehr zur Online-Bewerbung gibt es hier.

Was brauche ich?

Vor jeder Bewerbung sollte man bereits einige Dateien vorbereitet haben. Dazu gehören ein Lebenslauf mit Schulausbildung, Notenschnitt, Hobbys, ehrenamtliches Engagement und ein aktuelles, vorteilhaftes Foto.

Bewerbungsmaterialien- und Downloads

  • Bewerbungsschreiben

    Beim Bewerbungsschreiben – oder auch Anschreiben – reicht es nicht, dass man ein paar Zeilen schreibt und den Standard-Lebenslauf samt Foto schickt oder der Online-Bewerbung beifügt. Arbeitgeber wünschen sich, dass schon im Anschreiben klar wird, weshalb man unbedingt für ihre Firma arbeiten will oder warum man eine Ausbildung in diesem Beruf anstrebt.

    Das Bewerbungsschreiben sollte genau an die genannte Person gerichtet werden, die für Bewerbungen zuständig ist (Anzeige/Text der Homepage genau lesen). In der Betreffzeile sollte man schreiben, wofür man sich genau bewirbt: Zum Beispiel „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zum KFZ-Mechatroniker ab 1. September“ oder „Bewerbung um Position 636299 K“ (weil manche Stellenangebote Zahlenkombinationen bekommen, vor allem in größeren Unternehmen). Das Bewerbungsschreiben darf nicht länger als eine Seite sein.

    Was soll das Bewerbungsschreiben beinhalten?

    Im Bewerbungsschreiben sollen nacheinander folgende Fragen beantwortet werden:

    • Weshalb ich mich hier bewerbe
    • Weshalb ich mich für diese Ausbildung entscheide
    • Weshalb ich dafür geeignet bin (Bezug auf Praktika in diesem Bereich, auf Freizeitinteressen, auf Schülerjobs, auf ehrenamtliches Engagement – kurz, alles was die eigene Eignung belegt). Begründen: „Ich kann“ (schon viele Reparaturen erfolgreich ausführen, weil mich mein Onkel an den Geräten seines Bauernhofes schrauben lässt), „ich bin“ (kommunikationsstark, was meine Arbeit als Schülersprecherin über drei Jahre hinweg belegt).

    Welche Anlagen brauche ich?

    Die meisten Arbeitgeber haben genaue Vorstellungen, was sie als Anlagen zum Bewerbungsschreiben wünschen, zum Beispiel das letzte Zwischenzeugnis oder die letzten drei Zeugnisse. Genau das muss man dann auch mitschicken, sonst wird erkennbar, dass man nicht aufmerksam war. Vor jeder Bewerbung heißt es deshalb: Genau lesen, eine Liste machen, was man braucht, was man schon hat und was man noch besorgen muss.

  • Motivationsschreiben

    Das Motivationsschreiben ist nicht mit dem Anschreiben zu verwechseln. Das Motivationsschreiben entspricht im Prinzip aber dem Anschreiben einer Bewerbung. Von der Intention ist es ähnlich, doch im Motivationsschreiben liegt der Fokus noch etwas stärker auf der persönlichen Motivation, warum man in genau diesem Job und in genau dieser Firma arbeiten möchte.

    Die "dritte Seite"

    Das Motivationsschreiben gibt einem die Chance, das Anschreiben zu ergänzen und besondere Aufmerksamkeit auf Highlights im Lebenslauf zu lenken oder die ganz besondere Motivation für genau die angestrebte Aufgabe zu erläutern. In der Regel folgt es nach dem Anschreiben und dem Lebenslauf, wird daher oftmals auch als „3. Seite“ bezeichnet.

    Wichtig im Ausland

    Immer wichtiger wird das Motivationsschreiben auch für alle die ein Studium im Ausland anstreben. Ob man ein Auslandssemester machen oder direkt im Ausland studieren möchte, höchstwahrscheinlich wird man ein Motivationsschreiben von Ihnen verlangen.

  • Lebenslauf

    Der tabellarische Lebenslauf ist fester Bestandteil jeder Bewerbung - und sollte so kurz wie möglich sein. Insgesamt sollte der Lebenslauf nicht länger als ein bis zwei Seiten sein.

    Dein Leben auf zwei Seiten

    Der Lebenslauf fasst dein bisheriges Leben übersichtlich zusammen. Auf einen Blick kann dein zukünftiger Arbeitgeber sehen, was du bisher gemacht hast, welche Interessen du hast und wie er dich erreichen kann. Übersichtlichkeit steht daher an erster Stelle.

    Was brauche ich?

    Vor jeder Bewerbung sollte man bereits einige Dateien vorbereitet haben. Dazu gehören ein Lebenslauf mit Schulausbildung, Notenschnitt, Hobbys, ehrenamtliches Engagement und ein aktuelles, vorteilhaftes Foto.

    1. Allgemeine Informationen zu deiner Person:
      Im ersten Abschnitt des Lebenslaufes gibt man Informationen über seinen Namen, Geburtsdatum, Geburtsort, Adresse, Telefonnummer, Namen der Eltern (Bewerbung für Ausbildung).
    2. Schule, Schule, Schule, Abschluss:
      Weiter geht's mit deinem Bildungsweg. Das heißt, auf welche Schulen du gegangen bist und wann du voraussichtlichen welchen Abschluss machst. Du beginnst mit der aktuellsten Schule und schließt mit der Grundschule ab.
    3. Praxiserfahrung:
      Nachdem der Arbeitgeber nun weiß, wo man zur Schule gegangen bist, kommt jetzt die Praxiserfahrung. Schulpraktikum oder einen Nebenjob gemacht wären nun eine gute Möglichkeit aufzuführen.
    4. Kenntnisse und Fertigkeiten:
      Nach der Praxiserfahrung sind die Kenntnisse und Fertigkeiten an der Reihe. Wie zum Beispiel Sprach- oder EDV-Kenntnisse.
    5. Hobbys:
      Als Letztes gibt man Hobbys und Interessen an. Hier gilt, weniger ist mehr, 2 bis 5 Angaben reichen völlig aus. Mit interessanten Freizeitbeschäftigungen kannst du hier ein paar Pluspunkte sammeln und den Arbeitgeber auf einen neugierig machen.
  • Bewerbungsfoto

    Professioneller Fotograf statt Selfie oder Passbildautomat? Zu Bewerbungsfotos von einem professionellen Fotografen gibt es keine Alternative. Am Bewerbungsfoto zu sparen, bedeutet definitiv am falschen Ende zu sparen. Wer seine Bewerbungsfotos am Passbildautomaten oder per Selfie macht, darf sich nicht wundern, wenn die positive Resonanz auf seine Bewerbung ausbleibt.

    Aktuelles Foto

    Bewerbungsfotos sollten im Idealfall nicht älter als ein Jahr sein. Du kennst das sicherlich von Bekannten oder Verwandten, die gerade zu deiner Schulzeit immer wieder erstaunt sind, wie schnell du gewachsen bist oder wie sehr du dich verändert hast. Das Unternehmen soll dich wiedererkennen, das Passbild aus dem Schülerausweis solltest du also nicht noch einmal verwenden.

    Muss ich ein Foto beifügen?

    Seit der Einführung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) darf das Bewerbungsfoto von den Unternehmen nicht mehr verlangt werden. Du musst also nicht, aber du kannst deiner Bewerbung ein Bewerbungsfoto beifügen.

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